Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum neuen „Botschafter des Bieres“ ernennt

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, ist neuer „Botschafter des Bieres“. Auf dem Deutschen Brauertag am 29. Juni in Berlin wurde der Ministerpräsident von den deutschen Brauern mit dem Ehrentitel ausgezeichnet. Der bisherige Botschafter Prof. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, übergab das Amt in der Landesvertretung Baden-Württembergs an seinen Nachfolger.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann erklärte mit Blick auf die Auszeichnung: „,Botschafter des Bieres‘ – das ist nun schon das zweite Amt, mit dem ich nicht gerechnet hätte.“ Bier sei ein Naturprodukt, bei dem es auf die Qualität der Zutaten ankomme, so Kretschmann. „Die Qualität des deutschen Bieres ist ein Ausweis dafür, wie gut die Brauerinnen und Brauer ihr Handwerk verstehen. Die vielen großen und kleineren Brauereien und die unterschiedlichen Biersorten, die wir gerade in Baden-Württemberg haben, stehen für unsere regionale Vielfalt.“

„Winfried Kretschmann ist ein engagierter Umwelt- und Wirtschaftspolitiker“, so der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Dr. Jörg Lehmann, in seiner Laudatio. „Seit er 2011 als erster Grünen-Politiker zum Regierungschef eines deutschen Bundeslandes gewählt wurde, setzt sich Winfried Kretschmann mit Nachdruck und aus Überzeugung für den Schutz unserer natürlichen Ressourcen ein, für Vielfalt und Regionalität. Seit Jahrzehnten engagiert er sich auch für das Handwerk und einen starken Mittelstand, darunter die Vielzahl von Brauereien im Südwesten Deutschlands.“ In Kretschmanns Heimat Baden-Württemberg zeichne sich die Braukultur durch eine „lange Tradition und eine reiche Vielfalt“ aus, so der Brauer-Präsident. Baden-Württemberg hat nach Bayern mit rund 200 Betrieben die meisten Brauereien in Deutschland. Bundesweit gibt es mehr als 1.400 Brauereien. Nach Jahren des „Brauereisterbens“ steigt die Zahl der Betriebe wieder.

 

Quelle: Deutscher Brauer-Bund| Bildquelle: DBB/CHLietzmann

Warsteiner Braumeister Edition

Die Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG aus dem Sauerland ist eine der sogenannten Fernsehbier Brauereien. Fernsehbier weil diese Brauerei (wie ein paar andere Großbrauerei) im Fernsehen Werbespots ausstrahlen. Jedoch ist die Warsteiner Brauerei anders als Beck’s und Co., denn Warsteiner ist seit über 250 Jahren im Familienbesitz.

Warsteiner ist den meisten durch das Warsteiner Premium Pilsener bekannt. Daneben gibt es auch noch ein ‚Herb’, Alkoholfrei, und eine Hand voll Biermischgetränke. Soweit nicht sehr spannend. Doch spannend wurde es Anfang des Jahres als Warsteiner mit der Braumeister Edition anlässlich des 500. Jubiläum des Reinheitsgebots auf den Markt kam. Die Aufruhe in der eingefleischten Craftbier Gemeinde war groß und viele wollen es einer alten Brauerei die auf dem Massenmarkt erfolgreich ist nicht zugestehen auch mal was Neues zu machen. Umso interessierter waren wir, was das Warsteiner Braumeister eigentlich ist und wie es schmeckt.

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Das Warsteiner Braumeister Edition ist beschrieben als ‚kaltgehopfte, naturtrübe Bierspezialität’. Naturtrüb deshalb, weil es nicht gefiltert wurde. Und kaltgehopft spielt auf das sog. Hopfenstopfen an, eine Methode der Bierveredelung bei der dem Bier während der Reifung im Lagertank extra Hopfen hinzugegeben wird. Dadurch bekommt das Bier eine sehr angenehme und nicht bittere Hopfennote.

Auf dem Etikett des Warsteiner Braumeister grinst Fritz Peters, der erste beurkundete Braumeister der Warsteiner Brauerei. Ihm zur Ehre wurde das Bier gebraut und von ihm stammt auch (anscheinend) das Rezept für dieses Bier.

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Vom Bierstiel kann man das Bier als ein Zwickl-Bier bzw. in die Richtung Vienna Lager bezeichnen, jedoch hat es eine etwas dunklere Farbe und man schmeckt auch angenehme Röstearomen herraus. Dazu wurden bei Warsteiner ‚ ausgewählte Spezialmalze’ verwendet. Zur Hopfung kamen dann die Hallertauer Aromahopfen „Tradition“ und „Cascade“ zum Einsatz.

Dabei heraus kommt ein bernsteinfarbenes Bier mit einer fruchtigen Note. Wer bisher ‚nur’ Warsteiner Pils trinkt wird bestimmt überrascht sein. Nach dem Öffnen und beim Einschenken des Biers hat man Malzaromen in der Nase und es riecht auch etwas fruchtig. Der Schaum ist hell, cremefarben und bleibt recht lange bestehen. Beides spiegelt sich auch im Geschmack wieder.

Dieses Bier, so wie viele aromabetonte Biere, kann man gerne etwas ‚wärmer’ trinken, also bei 7-10 Grad. So schmeck man mehr aus dem Bier heraus als wenn es mit 4 Grad Celsius direkt aus dem Kühlschrank kommt.

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Persönlich finden wir dieses Bier rundum gelungen und es freuen uns dass auch eine Brauerei wie Warsteiner mal was Neues probiert. Begeisterte IPA und Spezialbier-Trinker werden dem Bier wahrscheinlich nicht viel abgewinnen können, doch wir denken dass eine Marke wie Warsteiner hiermit auch Bierfreunde ansprechen kann, die bisher eher zum Standard-Pils oder Export greifen.

 

Warsteiner Braumeister Edition Fakten:

  • Alc.: 5,2 %
  • IBU: 25
  • Stammwürze: 12,4
  • Hopfen: Hallertauer Tradition und Cascade
  • Malze: Helle und dunkle Spezialmalze
  • Hefe: Untergärige Hefe

Video von der Braukunst Live 2016 mit Warsteiner

 

Website der Brauerei