Erste Baden-Württembergische Bierkönigin gekrönt

Bei bester Stimmung ist am Wochenende die „erste Baden-Württembergische Bierkönigin“ mitsamt ihrer beiden als Verstärkung sowie Vertretung fungierenden „Baden-Württembergischen Bierprinzessinnen“ im gefüllten Göckelesmaier Festzelt auf dem StuttgarterFrühlingsfest gekürt worden.

„Ich kann mein Glück nicht fassen. Bier ist für mich ein großartiges handwerklich gebrautes Naturprodukt, mit dem ich mich total identifiziere. Dass ich das goldene Gebräu in Verbindung mit meinem Heimatbundesland nun in der Öffentlichkeit repräsentiere, ist für mich ein Traum. Ich freue mich wahnsinnig auf das kommende Jahr!“, so die Versicherungsfachangestellte Laetitia freudestrahlend. Neben ihr freut sich auch die 32-Jährige Sachbearbeiterin Debora Jetter aus Balingen sowie die 20-Jährige Brauerin und Mälzerin im 2. Ausbildungsjahr Sina Zimmermann aus Albbruck auf ihre künftigen Repräsentationsaufgaben als „Baden-Württembergische Bierprinzessinnen“.

Zuvor stellten sich zehn Finalistinnen in einer internen Finalveranstaltung einer achtköpfigen Jury. Neben Vertretern aus der heimischen Brauereiwirtschaft, bestand diese auch aus der Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch sowie Komiker und Entertainer, Dominik ‚Dodokay‘ Kuhn. Nicht nur die korrekte Beantwortung von „bierigen Fachfragen“ und die angebrachte Reaktion auf gezielten Situationsfragen galt es dabei zu meistern, sondern auch ein zufällig auserwähltes Bier ansprechend zu präsentieren. „Die drei frisch auserwählten Hoheiten haben uns letztendlich durch ihre bierigen Kompetenzen und starken Persönlichkeiten vollends überzeugen können.“, verlautet die Staatssekretärin Gurr-Hirsch. „Es war ein hoch spannendes Finale. Auf den oberen Rängen lieferten sich die Damen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wir sind uns trotzdem sicher, mit Laetitia, Debora und Sina drei würdige Hoheiten für unsere Brauereibranche und gleichzeitig fürs Ländle ausgewählt zu haben.“, fügt der Präsident des Baden-Württembergischen Brauerbundes und Jurymitglied, Matthias Schürer hinzu.

Der Baden-Württembergische Brauerbund e.V. war seit Ende vergangenen Jahres mit seinen Mitgliedsbrauereien auf der Suche nach einer Königin und zwei Prinzessinnen für das goldene Gebräu aus Baden-Württemberg. Als Repräsentantinnen des heimischen Kulturgutes warten auf die drei auserwählten Hoheiten nun interessante Persönlichkeiten, spannende Events und jede Menge Spaß. Die Amtszeit ist vorerst bis Mai 2020 befristet.

Quelle: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V., Thomas Wagner

Alpirsbacher Klosterbräu gewinnt zweimal Silber beim European Beer Star

Mal wieder regionale Neuigkeiten aus Baden-Württemberg. Die Erfolge der Alpirsbacher Klosterbrauerei bei internationalen Bier-Wettbewerben reißen nicht ab. Auch beim diesjährigen European Beer Star landete die Familienbrauerei aus dem Schwarzwald wieder auf dem Siegertreppchen. Für das Kloster Dunkel und das Kloster Starbier von Alpirsbacher Klosterbräu gab es jeweils die Silbermedaille als weltweit zweitbestes Produkt. Der international renommierte Bierwettbewerb fand zum 15. Mal statt, mit 2344 angestellten Bieren aus 51 Ländern gab es einen Teilnehmerrekord.

Die Alpirsbacher Klosterbrauerei hatte bereits in diesem Jahr beim World Beer Award in der Kategorie „Best Bottle Design“ mit dem Alpirsbacher Kleiner Mönch in der 0,25-Liter-Flasche gesiegt. Außerdem gab es beim weltweiten Design-Award die „Germany Gold Bottle Awards“ für die Etiketten des Alpirsbacher Kleiner Mönche und des Alpirsbacher Kloster Michel.

„Es ist schön, wenn sich unsere Biere bei internationalen Wettbewerben immer wieder behaupten können. Besonders freut mich, dass wir von Jahr zu Jahr mit anderen Spezialitäten die internationale Fachjury überzeugen können. Dies spricht für die hohe Qualität der Alpirsbacher Biere in unserer gesamten und sehr vielfältigen Produktpalette“, kommentierte Brauerei-Chef Carl Glauner den wiederholten Medaillengewinn. „Wir verwenden für alle unsere Biere nur die besten Zutaten und können somit unseren Kunden absolute Spitzenqualität garantieren, die auch international keinen Vergleich zu scheuen brauchen“, sagte Geschäftsführer Markus Schlör. Die Auszeichnungen seien Anerkennung und Verpflichtung zugleich, weiterhin konsequent diesen Weg zu gehen.

 

Quelle: Alpirsbacher Klosterbrauerei Glauner GmbH & Co. KG

Sommer 2018 mit gutem Bierabsatz in Baden-Württemberg

Diese Sommerbilanz kann sich sehen lassen: Der Gesamtbierabsatz in Baden-Württemberg ist in diesem Jahr im Vergleich zum Letzten um 6,2 Prozent auf insgesamt 457,8 Millionen Liter gestiegen.

Das sind 26,5 Millionen Liter Bier mehr als im vergangenen Jahr. Alleine der August verbucht einen Anstieg von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Unser wichtigster Außendienstmitarbeiter, das Wetter, arbeitete in diesem Sommer vorbildlich und bescherte der heimischen Brauereibranche somit eine erfolgreiche Saison.“, stellt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz, fest.

Einen beachtenswerten Erfolg gibt es auch bei den Biermischgetränken aus dem Südwesten zu vermelden. Im Vergleich zum August 2017 gab es in diesem Sommermonat ein Absatzplus von 39,2 Prozent. Somit sind im August 2018 ganze 3,9 Millionen Liter über die Theke gegangen. „Der nationale Biermarkt ist ein hart umkämpfter. Gerade für die Brauer aus dem Ländle sind Innovationen deshalb von immenser Bedeutung. Dass unsere hiesigen Brauer mit dieser Strategie richtig liegen, belegen die erfreulichen Absatzzahlen.“, betont BWB-Geschäftsführer Janitz. Vom Radler bis hin zum ideenreichen Biermix mit Fruchtsaft: Keine andere baden-württembergische Sorte trumpft mit einer solch großen Geschmacksvielfalt auf wie das Segment der Biermischgetränke. Dabei finden auch immer mehr alkoholfreie Varianten „made in Baden-Württemberg“ den Weg zum Konsumenten.

(In den Zahlen sind Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5% vol. und weniger, vor allem alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht enthalten).

Quelle/Copyright: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.

Brausilvester: Der Jahreswechsel der Brauer am 30. September

Am 30. September endet nach altem Brauch das Brauwirtschaftsjahr. Einige Brauereien (u.a. in Baden-Württemberg) arbeiten noch heute nach ihm und schließen ihr Geschäftsjahr nicht wie üblich zum 31. Dezember, sondern zum 30. September ab. Aus diesem Grund feiern Brauer und Wirte nicht nur in Baden-Württemberg sondern auch anderen Regionen und Ländern in diesen Tagen wieder das Brausilvester.

Der Ursprung des Braujahres und die damit verbundene Abweichung zu unserem heute verwendeten Kalenderjahr stammt bereits aus dem Mittelalter. Vor vielen einhundert Jahren bedeuteten die warmen Sommermonate für die Brauer etwas, das heute unbegreiflich wäre: ein Herstellungsverbot für Bier. „Als es noch keine Geräte zur Kühlung gab, durfte ausschließlich in den kalten Monaten des Jahres, von Michaeli, also vom 29. September bis Georgi am 23. April, gebraut werden“, erklärt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz. Im restlichen Jahr hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. „Damit die Brauer ihren goldenen Hopfentrunk auch im Sommer anbieten konnten, wurden die letzten Biere mit einer höheren Stammwürze- und höherem Alkoholgehalt eingebraut. So hielten sie länger und stellten die Bierversorgung für die warmen Monate sicher“, so Janitz. Im Oktober konnte dann, dank den frisch geernteten Rohstoffen Hopfen und Malz, wieder mit dem Bierbrauen begonnen werden.

Das sommerliche Brauverbot wurde im 19. Jahrhundert mit der Erfindung der Kältemaschine und die damit funktionierende Kühlung der Biere aufgehoben. Was jedoch als Andenken an die vergangene Zeit geblieben ist, sind die Feierlichkeiten zum Start in das neue Braujahr. Das Brausilvester hat sich im Lauf der Jahrhunderte zum liebgewonnen Erntedank-Brauchtum entwickelt. Zudem möchten die Brauer den Bierfreunden heute mit dem bierigen Freudenfest die Naturnähe und Naturabhängigkeit des Produktes von den Rohstoffen bewusst machen.

 

Quelle: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.