Sommer 2018 mit gutem Bierabsatz in Baden-Württemberg

Diese Sommerbilanz kann sich sehen lassen: Der Gesamtbierabsatz in Baden-Württemberg ist in diesem Jahr im Vergleich zum Letzten um 6,2 Prozent auf insgesamt 457,8 Millionen Liter gestiegen.

Das sind 26,5 Millionen Liter Bier mehr als im vergangenen Jahr. Alleine der August verbucht einen Anstieg von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Unser wichtigster Außendienstmitarbeiter, das Wetter, arbeitete in diesem Sommer vorbildlich und bescherte der heimischen Brauereibranche somit eine erfolgreiche Saison.“, stellt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz, fest.

Einen beachtenswerten Erfolg gibt es auch bei den Biermischgetränken aus dem Südwesten zu vermelden. Im Vergleich zum August 2017 gab es in diesem Sommermonat ein Absatzplus von 39,2 Prozent. Somit sind im August 2018 ganze 3,9 Millionen Liter über die Theke gegangen. „Der nationale Biermarkt ist ein hart umkämpfter. Gerade für die Brauer aus dem Ländle sind Innovationen deshalb von immenser Bedeutung. Dass unsere hiesigen Brauer mit dieser Strategie richtig liegen, belegen die erfreulichen Absatzzahlen.“, betont BWB-Geschäftsführer Janitz. Vom Radler bis hin zum ideenreichen Biermix mit Fruchtsaft: Keine andere baden-württembergische Sorte trumpft mit einer solch großen Geschmacksvielfalt auf wie das Segment der Biermischgetränke. Dabei finden auch immer mehr alkoholfreie Varianten „made in Baden-Württemberg“ den Weg zum Konsumenten.

(In den Zahlen sind Biere mit einem Alkoholgehalt von 0,5% vol. und weniger, vor allem alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht enthalten).

Quelle/Copyright: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.

Brausilvester: Der Jahreswechsel der Brauer am 30. September

Am 30. September endet nach altem Brauch das Brauwirtschaftsjahr. Einige Brauereien (u.a. in Baden-Württemberg) arbeiten noch heute nach ihm und schließen ihr Geschäftsjahr nicht wie üblich zum 31. Dezember, sondern zum 30. September ab. Aus diesem Grund feiern Brauer und Wirte nicht nur in Baden-Württemberg sondern auch anderen Regionen und Ländern in diesen Tagen wieder das Brausilvester.

Der Ursprung des Braujahres und die damit verbundene Abweichung zu unserem heute verwendeten Kalenderjahr stammt bereits aus dem Mittelalter. Vor vielen einhundert Jahren bedeuteten die warmen Sommermonate für die Brauer etwas, das heute unbegreiflich wäre: ein Herstellungsverbot für Bier. „Als es noch keine Geräte zur Kühlung gab, durfte ausschließlich in den kalten Monaten des Jahres, von Michaeli, also vom 29. September bis Georgi am 23. April, gebraut werden“, erklärt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz. Im restlichen Jahr hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. „Damit die Brauer ihren goldenen Hopfentrunk auch im Sommer anbieten konnten, wurden die letzten Biere mit einer höheren Stammwürze- und höherem Alkoholgehalt eingebraut. So hielten sie länger und stellten die Bierversorgung für die warmen Monate sicher“, so Janitz. Im Oktober konnte dann, dank den frisch geernteten Rohstoffen Hopfen und Malz, wieder mit dem Bierbrauen begonnen werden.

Das sommerliche Brauverbot wurde im 19. Jahrhundert mit der Erfindung der Kältemaschine und die damit funktionierende Kühlung der Biere aufgehoben. Was jedoch als Andenken an die vergangene Zeit geblieben ist, sind die Feierlichkeiten zum Start in das neue Braujahr. Das Brausilvester hat sich im Lauf der Jahrhunderte zum liebgewonnen Erntedank-Brauchtum entwickelt. Zudem möchten die Brauer den Bierfreunden heute mit dem bierigen Freudenfest die Naturnähe und Naturabhängigkeit des Produktes von den Rohstoffen bewusst machen.

 

Quelle: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.