Braukunst mit Charakter von Moritz Fiege: Pilsbock und Sommerhopfen

Die Privatbrauerei Moritz Fiege aus Bochum gehört zu den Bochumer Traditionsunternehmen und ist im Verbund Die Freien Brauer. Gegründet im Jahr 1736 braut die Brauerei ein breites Sortiment. Das wohl bekannteste Bier dabei ist das Moritz Fiege Pils. Doch daneben gibt es noch über 10 andere Biere.

Mit der Charakter Reihe hat Fiege zwei ‚besondere’ Biere im Sortiment: einen Pilsbock und den Sommerhopfen

Fiege Charakter Pilsbock

Seit 1927 braut Moritz Fiege als eine der ersten Brauereien die Sorte Pils. Goldgelb, mit leicht fruchtiger Note und vollmundigem, komplexem Geschmack – die Rezeptur des Pilsbock orientiert sich am traditionsreichen Moritz Fiege Pils. Dabei wird allerdings ausschließlich die Vorderwürze verwendet und im Sudhaus auf das übliche „Überschwänzen“ im Läuterbottich verzichtet. Sein besonderes Aroma aber entsteht durch das berühmte „Hopfenstopfen“, eine Extraportion der Sorten Taurus und Saphir aus der Hallertau, die erst nach der Hauptgärung zugegeben wird. Die diesjährig verwendeten Hopfensorten stammen aus den Anbaugebieten Taurus, Perle, Tettnanger und Saphir. Diese Sorten gehören alle zur Gruppe der „Alten Landsorten“. Das sind Hopfen, die so schon seit Hunderten von Jahren unverändert an diesen Orten angebaut werden.

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Sommerhopfen

Die Rezeptur des Moritz Fiege Charakter Sommerhopfen basiert auf der eines klassischen, untergärigen Schankbieres. Durch den Einsatz besonderer Maisch-Verfahren, dem zusätzlichen Aufkräusen und der Kalthopfung bei null Grad im Lagerkeller – mit den, unter Craftbier Brauern sehr beliebten, Hopfensorten Amarillo und Simcoe – schaffen wir ein intensives Geschmackserlebnis mit fruchtigen Hopfen-Aromen.

 

Mehr Informationen zu den Moritz Fiege Bieren gibt es bald hier auf HopfenLiebe.

Bierladen: Trinkgut Dygacz in Kleinenbroich

Wer in Kleinenbroich (Niederrhein) und Umgebung Bier kaufen möchte, kann dies mit einer guten Auswahl bei trinkgut Dygacz KG in Kleinenbroich tun. Hier findet sich eine deutlich bessere Auswahl an verschiedenen Bieren als im normalen Supermarkt. Als ich dort in der Region vor einigen Tagen zu Besuch war, hatte ich mir diesen Getränkemarkt einmal in Sachen Bier angeschaut.

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Neben den weitläufig verfügbaren Biermarken wie Beck’s, Warsteiner, Bitburger, und Co., gibt es auch eine große Auswahl an regionalen Biersorten wie z.B. Alt. Brauereien wie Bolten und Hannen sind hier prominent vertreten. Aber auch Alt Biere aus Düsseldorf befinden sich hier im Sortiment.

Daneben gibt es auch auffällig viele Brauereien aus Bayern wie Maisel aus Bayreuth, Weihenstephaner, Kloster Weltenburg und Augustiner. Das Sortiment an Weißbieren und Helles ist positiv auffällig.

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Nicht zuletzt findet man im trinkgut in Kleinenbroich auch einige Spezialbiere (Craft Bier) wie die Klassiker von Maisel & Friends oder belgische Biere wie Leffe, Grimbergen und Co. Auch Hopfmeister aus München war vertreten!

trinkgut
Püllenweg 11a
Korschenbroich

 

Dortmunder Kronen Sommerbier

Dortmund galt lange als Hauptstadt des Bieres. In den letzten Jahren wurde es jedoch ruhig in der Ruhrmetropole. Nun gibt es etwas neues, was aus dem Herzen Dortmunds kommt: das Dortmunder Kronen Sommerbier. Ab sofort gibt es die kaltgehopfte Bierspezialität mit der blumig würzigen Hopfensorte Ella im Handel. Allerdings nur für kurze Zeit. Denn das Dortmunder Kronen Sommerbier ist nur zu finden, bis die Sommertage schwinden.

Hell in der Farbe und spritzig-leicht im Geschmack mit einer blumig-würzigen Hopfennote soll es sein: Ein echtes Stück Dortmunder Braukunst. Brand Manager Sarah Schwefer: „Am Ende des Brauprozesses geben unsere Braumeister durch Kalthopfung die besonders aromatische Hopfensorte Ella hinzu. So bleiben die empfindlichen Hopfenaromen, die an Lavendel, Melisse und Salbei erinnern, im bereits abgekühlten Bier erhalten. Eine leichte natürliche Trübung ist dabei völlig normal.“

Ein idealer Begleiter für den Sommer, der durch sein Retro-Design auch optisch überzeugt: Die traditionellen Euro-Flaschen werden von orange-leuchtenden Etiketten mit Sonnenblumen gekrönt.

Selbst proBIERt haben wir das Kronen Sommerbier leider noch nicht, doch ich hoffe wir haben bald die Gelegenheit dazu.

König-Brauerei mit neuer Marke und Zwickel als Hommage an den Gründer Th. König

Die König-Brauerei bringt eine neue Marke im Bereich der Bierspezialitäten: Th. König. Als Hommage an den Gründervater Theodor König und zum Gedenken an sein 125. Todesjahr (1891) führt die König-Brauerei diese ‘Spezialitätenmarke’ neben dem sehr bekannten König Pilsener ein. Die neue Marke basiert auf der Philosophie von Theodor König und verbindet mit dem Neuprodukt Zwickl“ Brautradition und Moderne.

“In den letzten Jahren sehen wir einen stetig wachsenden Verbraucherwunsch nach Bierspezialitäten. Diesen Trend möchten wir kompetent, glaubwürdig und mit hohem Qualitätsanspruch mit dem Launch unserer neuen Spezialitätenmarke Th. König Brauwerke bedienen”, erläutert  Guido Christiani, Geschäftsführer der König-Brauerei. “Unsere Braumeister gehen ganz im Sinne unseres Gründers Theodor König mit Herz und Seele dem Brauhandwerk nach und interpretieren das traditionelle Brauwissen immer wieder neu. Und genau daraus entstand das Th. König Zwickl als erstes Produkt unserer neuen Marke“, fügt Christiani hinzu. “Die Th. König Brauwerke tragen das Konterfei von Theodor König, seine Unterschrift und sein spezielles TK-Siegel, mit dem der  Gründer seine Briefe versiegelte, ergänzt” Tom Pauwels, Direktor Innovationsmanagement. Weitere Besonderheit der Spezialitätenmarke ist die Verbindung von Tradition und Moderne – traditionelles Brauwissen gepaart mit modernen Technologien. So investiert die König-Brauerei u.a. einen sechsstelligen Betrag in eine spezielle Etikettier-Technik, mit der alle Th. König Brauwerke mit dem Siegeletikett versehen werden.

Das Zwickl ist ein naturbelassenes, süffig- mildes Kellerbier mit einem Alkoholanteil von 5,3% vol. Verwendet werden 100% Aromahopfen (Sorten: Perle und Tradition), vier Malzsorten (neben Pilsener Malz noch drei helle und dunkle Spezialmalze) sowie die untergärige Hefe aus eigener Reinzucht aus. Die ausgewählten Zutaten im Zusammenspiel mit der langen, kühlen Reifung sollen das Zwickl zu einer einzigartigen Bierspezialität machen.

Sommerbier aus Köln: Gaffels SonnenHopfen mit Citra aus dem Yakima Valley

Das Sommerbier aus Köln ist wieder da: Gaffels SonnenHopfen. Wie jedes Jahr wird Gaffels SonnenHopfen mit dem frisch geernteten Citra Hopfen nach dem deutschen Reinheitsgebot neu eingebraut. Der Hopfen aus dem Yakima Valley gehört zu den qualitativ hochwertigsten Hopfensorten des Biermarktes.

Das obergärige, naturtrübe Gaffels SonnenHopfen wird mit Citra-Hopfen aus dem sonnigen Yakima Valley eingebraut. Das Tal, das für erlesenen Wein und hochwertigen Naturhopfen gleichermaßen berühmt ist, liegt im Süden des US-Bundesstaats Washington. 80 Prozent des US- amerikanischen Hopfens stammen aus dieser Region. Das Yakima Valley ist nach der Hallertau in Bayern das zweitgrößte Hopfen- Anbaugebiet der Welt. Der Citra-Hopfen wird auf einer relativ kleinen Fläche angebaut und ist daher nur limitiert verfügbar. Gaffel hat sich aber schon jetzt die Ernten der nächsten Jahre gesichert.

Gaffels SonnenHopfen enthält nur Malz, Hefe, Wasser und Hopfen. Statt klassischem Bitterhopfen wird mit Citra ein Aromahopfen eingesetzt, der dem Bier eine dezente Zitrus-Note verleiht. Gaffels SonnenHopfen ist naturtrüb, wird also nicht gefiltert, und behält so die vielen wichtigen Nährstoffe aus dem Brauprozess.

Der „Vater“ von Gaffels SonnenHopfen heißt Reiner Radke. Der Dipl.-Braumeister erlernte die Grundlagen des Handwerks während seiner Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Bergischen Löwen Brauerei in Köln-Mülheim. Es folgte das brautechnische Fachstudium an der TU Berlin und ein dreijähriges Trainee-Programm bei der Schultheiss- Brauerei in Berlin. Seine Liebe zu Köln und zum Kölsch ließ ihn wieder in die Domstadt zurückkehren. Reiner Radke, der 1985 bei der Privatbrauerei Gaffel anfing, braut nun seit fast 30 Jahren am Eigelstein und hat sich in dieser Zeit einen Namen als innovativer Brauer gemacht. Als Geschäftsleiter Technik, Produktion und Logistik verantwortet er zudem alle wesentlichen Stationen des Brauprozesses.

 

Interview mit Torsten Mömken vom Brauprojekt 777 zum Reinheitsgebot

Das Brauprojekt 777 aus Voerde am Niederrhein machen 100% handgemachtes Bier. Doch wie stehen die Vier zum Reinheitsgebot? HopfenLiebe hat Torsten vom Brauprojekt 777 danach gefragt,

Torsten, wie erklärst Du das Reinheitsgebot in eigenen Worten?
Jaaaaaaa……… Das Reinheitsgebot ist ja sachlich gesehen nicht mehr als eine reine Rohstoffbegrenzung.
Natürlich hat es auch eine Kulturelle Bedeutung und ist neben Autos und Fußball dem Deutschen sehr wichtig.
Und da Volkswagen gerade durch sein eigene Interpretation von Ehrlichkeit besticht und pünktlich zum Jubiläum mehr und mehr kritische Stimmen zum Reinheitsgebot aufkommen, bin ich mal auf die Fußball Europameisterschaft gespannt:)

Ist das Reinheitsgebot ein Maßstab für Qualität, Geschmack, und Braukultur?
Das ist die richtige Frage, die wir häufig gestellt bekommen.
Und ich glaube, dass es sehr naiv ist, zu glauben, dass die sehr guten Deutschen Biere weniger der Guten Ausbildung des Brauwesens oder der hervorragenden Infrastruktur in Bezug auf Erfahrungsaufbau und Weiterentwicklung/Forschung, statt einer schnöden Rohstoffbegrenzung, geschuldet sind.
Und bei der Qualität ist es halt schwierig. Wir brauen zum Beispiel ja auch Biere die nicht Reinheitsgebots konform sind. Dann benutzen wir Beispielsweise Kürbis, Honig oder Birnen.
Das sind aber alles Zutaten aus der Region, vom Züchtern die wir persönlich kennen. Den Bauern der die Gerste für mein Malz herstellt kenne ich nicht persönlich. Welche Qualität in Hinsicht auf Anbau und „Reinheit“ kann ich wohl besser beurteilen.

brauprojekt_777_kiste

Ermöglicht/Beschränkt das RHG die Sortenvielfalt der Biere und Kreativität des Brauers?
Man kann innerhalb des Reinheitsgebot fantastische Biere Brauen. Und irgendwo macht das ja auch einen gewissen Reiz aus.
Allerdings wird man auch klar beschränkt.

Wie stehst Du persönlich zum RHG?
Also, man muss dem Reinheitsgebot ja schon einen gewissen Respekt zollen, dass es sich so lange gehalten hat.
Man darf ja nicht vergessen, für den Kunden ist es ja nicht schlecht, wenn er auf dem Etikett ließt „nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut“ dann muss er nicht erst die Inhaltsstoffe studieren, sich mit der Bedeutung irgendwelcher E-Stoffe auseinander setzen sondern weiß sofort woran er ist.  So etwas findet man heutzutage nicht mehr so häufig in der Lebensmittelindustrie.
Deshalb kann man hier schon auch stolz sein, dass sich ein solches Gebot 500 Jahre gegen jeden Lobbyismus  durchsetzen konnte.
Wir wären auch nie für eine Abschaffung des Reinheitsgebots, sondern eher für eine Überarbeitung.

Ist das RHG noch zeitgemäß?
Ich denke vielleicht sogar mehr denn je. Ich meine gerade in Zeiten der TTIP Verhandlungen sollte uns der Wert strenger Regeln der Lebensmittelüberwachung schon bewusst sein.
Allerdings sollte so ein Gebot eben erweiterungsfähig bleiben. Um eben eine gesunde Mischung zwischen Vielfalt und Vertrauen zu erhalten.

Vielen Dank Torsten für das Interview!

Finest Spirits & Beer 2015 in Bochum

 

Die Finest Spirits & Beer findet zum zweiten Mal in der Jahrhunderthalle in Bochum statt. Vom 9. bis 11. Oktober werden dort Newcomer und Traditionsmarken aus der Bier und Spirit-Industrie mit ihrem Sortiment und evtl. sogar Sondersuden auf Bierfans, Interessierte und Neugierige treffen. Insgesamt kommen knapp 60 Aussteller zur Finest Spirits & Beer 2015.

Aussteller aus dem Bereich Bier und Craft Beer

Jahrhunderthalle

Öffnungszeiten
Freitag, 9. Oktober 2015, von 16 bis 23 Uhr
Samstag, 10. Oktober 2015, von 14 bis 22 Uhr
Sonntag, 11. Oktober 2015, von 13 bis 19 Uhr

Eintritt
20 Euro, im Eintrittspreis enthalten sind 4 Verkostungs-Coupons für die Produkte der Premiumpartner (Craftwerk Brewing, Pilsner Urquell bzw. Moritz Fiege)

Location
Jahrhunderthalle Bochum
An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum

 

Website: bochum.finest-spirits.com
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