Riedenburger Brauhaus Dolden Bock

Die dunkle Jahreszeit ist ideal für ein dunkles Bier wie zum Beispiel ein Weizendoppelbock. Heute habe ich einen Weizenbock vom Riedenburger Brauhaus, den Riedenburger Dolden Bock im Glas. Diese obergärige Bierspezialität kommt in der 0.33 Liter Flasche und hat eine Stammwürze von 18.9%. Besonders bei diesem Weizenbock ist, dass er während der Reifung hopfengestopft wird, das bedeutet frischer Hopfen wird dem Bier hinzugegeben.

Typisch für diese Biersorte sieht man im Glas ein schön dunkles und hefetrübes Bier, trotzdem lässt es noch ein paar Lichtstrahlen durch, so dass es schön leuchtet.

Riecht man am Dolden Bock, hat man den Geruch von dunklen Früchten in der Nase, besonders in Richtung Himbeere und Johannisbeere.

Trotz der 7,9%  Alk. vol. schmeckt man den Alkohol nicht sehr, dafür eher wieder fruchtige Noten und etwas Hefe. Im Abgang kommt dann etwas Hopfen durch.

Berg Brauerei Weizen-Bock mit European Beer Star ausgezeichnet

Die Tage werden kälter, die Nächte länger – die perfekte Zeit für ein Weizenbock! Passend dazu hat der Weizen-Bock der Berg Brauerei aus Ehingen erfolgreich am European Beer Star teilgenommen. Mit 2.344 Bieren aus 51 Ländern aller Kontinente wurden 2018 so viele Biere wie noch nie für den European Beer Star des Verbands der Privaten Brauereien eingereicht. Zwei Tage dauerte die Blindverkostung der 144-köpfigen, internationalen Jury bei dem weltweit renommierten Bierwettbewerb, dessen Auszeichnungen bei den Brauereien so begehrt sind wie Michelin-Sterne für Gastronomen. Die Gewinner in den 65 Kategorien (jeweils nur eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille) wurden am 14. November im Rahmen der BrauBeviale ausgezeichnet. Rund 40% der eingereichten Biere stammen aus Deutschland, die weiteren Biere von Brauereien aus Europa, Asien, Australien, Afrika sowie Nord- und Südamerika.

Bei der 15. Auflage des Wettbewerbs sicherte sich der Berg Weizen-Bock in der Kategorie „Weizenbock Hell“ die Bronzemedaille. Die Bierspezialität punktete mit „seinem kräftigen Körper, der angenehmen Honigsüße und einer Spur Edelbittere“. Darüber hinaus überzeugte die „komplexe Fruchtaromatik“, die durch die original offene Obergärung des Bocks entsteht. Im offenen Gärbottich steigt die Hefe nach oben, wird mit dem großen Sieblöffel abgehoben und in den nächsten Sud gegeben. Die Berger Brauer schroten dem Bockbier neben klassischem Weizen- und Gerstenmalz, Weizencaramelmalz und Cara-Spezialmalz zu – eine Malzvielfalt mit aromatischen Malzen, die in der Mälzerei bei höheren Temperaturen länger gedarrt wurden. Hopfen aus Tettnang sorgt für eine angenehme und weizentypische Hopfenblume. Der Berg Weizen-Bock passt perfekt zu der kälter werdenden Jahreszeit und gibt`s im Getränke- und Lebensmittelhandel der Region.

Quelle: Berg Brauerei

Im Titelbild: Die Braumeister freuen sich über die Auszeichnung des Berg Weizen-Bocks – Stephan Blender mit Urkunde, Thomas Müller und Matthias Schick, v.l.n.r

Grünhopfen Bier von Craftwerk Brewing

Jedes Jahr im Spätsommer wird auf den Feldern in Tettnang, der Hallertau etc der Hopfen geerntet und mit dem frischen Hopfen ein ganz besonderes Bier gebraut. Dieses Jahr hat auch Craftwerk aus Bitburg die frisch gepflückten, grünen Hopfendolden verarbeitet und das Craftwerk Grünhopfen-Bier 2018 gebraut.

Für das Grünhopfen Bier in diesem Jahr hat Craftwerk den Armomahopfen Cascade aus dem eigenen Hopfenanbaugebiet Holsthum bei Bitburg verwendet. Dabei herausgekommen sind genau 300 Fässer und 12000 Flaschen des hopfigen Session Lagers – streng limitiert, denn den neuen Hopfen aus 2018 gibt es nur einmal.

Im Glas zeigt sich ein hellgoldenes Bier mit schönem Schaum. In der Nase riecht man grünen Apfel. Das Bier ist leicht zu trinken und die Aromen insgesamt sind eher leicht vorhanden.

Das Bier hat 4,1% Alkohol vol. und dank dem Cascade Hopfen ein grasiges Aroma mit leichten Zitrusnoten. Mit 30 Bittereinheiten ist das untergärige Bier nicht zu bitter und passt perfekt zu Salaten, Fisch, oder leichten Gerichten.

Solltet ihr die Chance haben ein Glas des Wet Hop Session Lagers zu bekommen, proBIERt es mal!

Bier Info

Zutaten: Pilsner Malz, Karamellmalz, Cascade Hopfen
Alkoholgehalt: 4,1 % Vol.
Stammwürze: 10,1 %
Bittereinheiten: 30 IBU
Brauerei: Bitburger Braugruppe

Glaab ́s Grie Soß von Glaabsbräu

Als ich vor wenigen Tagen eine eMail von Glaabsbräu mit der Information das es nun ein Bier mit den sieben Kräutern der hessischen grünen Sauce gibt bekam, dachte ich natürlich sofort dass dies ein Aprilscherz sein muss. Doch was sich anfangs wie Spass anhoerte wurde ernst, und das Glaab ́s Grie Soß (hessisch: Glaab’s grüne Sauce) gibt es wiklich.

Anlässlich des diesjährigen Craftbeer-Festivals Ende März in Frankfurt hat Glaabsbräu, die älteste Privatbrauerei Südhessens,
mit ihrem neuen Craft “Glaab ́s Grie Soß“ eine neue und erstmalige Interpretation der hessischen Kultsauce gewagt.

Das Biermischgetränk besteht zu 90% aus einem mild gehopften hellen Bier und 10% aus den sieben Kräutern der hessischen grünen Sauce. Es zeichnet sich durch einen milden Abtrunk und eine angenehme Kräuteraromatik. „Die Grie Soß ist eine tolle hessische Spezialität. Sie schmeckt mir so gut, dass ich mir spontan überlegt habe, ein Getränk mit den sieben Kräutern der Grie Soß einzubrauen“, erzählt begeistert, der aus Bayern stammende Braumeister, Julian Menner. „Wir hatten Glück und mussten nicht so viele Anläufe nehmen. Lediglich den Anteil von Sauerampfer und Schnittlauch mussten wir reduzieren, da der Geschmack zu
dominant war.“, ergänzt Julian Menner.

Hier ein Video dazu:

Unter dem Motto “Entdecke die Kraft der sieben Kräuter“ will Glaabsbräu ihre Vertriebskanäle in Handel und Gastronomie im Rhein-Main-Gebiet für diese neue Spezialität erweitern. „Allein die Resonanz beim diesjährigen Craftbeer-Festival zeigt, dass Konsumenten sich für regionale Produkte begeistern können und offen für neue Experimente sind“, ergänzt Robert Glaab, Geschäftsführender Gesellschafter.

Quelle: Glaabsbräu

Hello My Name is Helga: BrewDogs limitiertes Double IPA für Deutschland

„Ich bin ein Punk“ – Mit dieser Abwandlung des legendären Zitats launcht die schottische Craft Brewery BrewDog das limitierte Bier Hello My Name is Helga in Deutschland. Das mit Kirsch-Aromen durchzogene Double IPA ist als Limited Edition erhältlich und Teil einer Reihe von insgesamt neun limitierten „Hello My Name is…“ Double IPA Bieren. Jedes Bier dieser Reihe wird mit einer bestimmten Frucht gebraut, mit der jedes der neun ausgewählten Länder in Beziehung steht. Jedes der neun Double IPA ist nur in dem jeweiligen Land als Limited Edition erhältlich. In z.B. den Niederlanden ist der Name dieses limitierten Double IPA „Hello My Name is Lieke“.

Das traditionell bei Konzerten und Festivals gerufene „Helga!“ ist mittlerweile legendär. Diesen Ruf hat die schottische Craft Brewery BrewDog nun in Form eines Bieres unsterblich gemacht: Mit Hello My Name Is Helga launcht BrewDog heute ein limitiertes Bier, das speziell für den deutschen Markt gebraut wurde. Die Brauerei bat seine Fangemeinde in Deutschland einen Namen für das Bier zu suchen und daraus ging Helga als klarer Favorit hervor. Hello My Name Is Helga ist ein mit Kirsch-Aromen durchzogenes Double IPA, eine Biersorte, die mittlerweile symbolisch ist für die stetig wachsende, weltweite Craft-Beer-Bewegung.

Ein Dank an die Fans

Hello My Name Is Helga ist Teil einer Reihe von neun limitierten „Hello My Name is…” Double IPA Bieren, die BrewDog aus Dankbarkeit für seine ‚passionate punks‘ in Deutschland, Frankreich, Finnland, Norwegen, Spanien, Italien, Irland, Schweden und den Niederlanden wie versessen gebraut hat. Jedes Bier wird mit einer bestimmten Frucht gebraut, mit der das jeweilige Land in Beziehung steht. Bei der Namenswahl konnte BrewDog auf die Unterstützung seiner loyalen und lautstarken Fans zählen, um einen für das jeweilige Land relevanten und eindringlichen Namen zu finden.

Als Vorreiter in der Crowdfunding Finanzierung hat BrewDog letzten Monat die fünfte Runde seines rekordbrechenden Crowdfunding-Projekts „Equity for Punks“ gestartet. Die Brauerei plant, 56 Millionen Euro zu sammeln, um die Finanzierung seiner Expansion in Europa und der Welt zu unterstützen. Das limitierte Bier ist nicht nur eine Anerkennung für BrewDogs bestehende deutsche Inverstoren und Fans, sondern auch ein Aufruf, bei der aktuellen Runde mit zu investieren und so Teil der Craft-Beer-Revolution zu werden.

Deutschland, die Wiege des europäischen Bieres

Für BrewDog ist Deutschland, die Wiege des europäischen Bieres, schon lange ein wichtiger Markt. Drei Jahre lang suchte die Brauerei bis sie 2016 endlich den idealen Spot für ihre Bar gefunden hatte – im Herzen von Berlin-Mitte. Die Bar bietet einen abwechslungsreichen Mix verschiedener deutscher Biere, darunter bekannte Größen wie das Bayrische Bier Ayinger. Aber auch kleineren Berliner Brauereien wie Berliner Berg, BRLO und Stone Berlin bietet BrewDog eine Plattform und zeigt damit die Vielfältigkeit der Berliner Bierszene.

James Watt, Mitbegründer von BrewDog, über die deutsche Bierszene: „In Deutschland gibt es seit jeher eine große Leidenschaft und einen tiefen Respekt für Bier. Im Laufe der Jahre haben wir von den alten und neuen deutschen Brauereien viel lernen können und wir fühlen uns weiterhin unglaublich geehrt, wenn wir sehen, wie gut BrewDog bei den Berlinern und im ganzen Land ankommt. Lange wurde nach Helga gesucht und ich kann mit diesem Bier nun endlich sagen, dass sie gefunden wurde. My Name Is Helga ist ein Zeichen der Dankbarkeit an unsere deutschen Fans und wir hoffen, dass wir damit ein Zeichen für die deutschen Craft-Brauereien setzen, die eine neue Dimension zur deutschen Biergeschichte hinzufügen wollen.“

 

Quelle: BrewDog

Gold Ochsen Jahrgangsbier Edition 2017: Finest Barrique Ale

Die Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen braut mit dem „Finest Barrique Ale“ ihr fünftes exklusives Jahrgangsbier. Die Verwendung von vier erlesenen Spezialmalzen, die Vergärung mit feiner Ale Hefe und eine einjährige Einlagerung in Barriquefässern im Felsenkeller der Brauerei lassen diese teakholzfarbene obergärige Starkbierspezialität entstehen. Die Anzahl der von Hand abgefüllten und verkorkten Magnumbierflaschen ist limitiert.

Starkbierkreation aus Ulm

Die neueste obergärige und unfiltrierte Starkbierkreation der Ulmer Traditionsbrauerei Gold Ochsen ist mit obergäriger Ale Hefe vergoren und misst einen Alkoholgehalt von 8,0 % vol. Auserwählte Zutaten, reichlich Zeit zu reifen und die Handwerkskunst des Gold Ochsen Bierbrauer-Teams unter der Leitung von Stephan Verdi und Bernhard Frey schufen dieses besondere Craft Beer, das streng nach dem Deutschen Reinheitsgebot hergestellt wurde.

Erlesene Auswahl an Hopfen und Malzen

„Eine Komposition aus vier erlesenen Spezialmalzen kombiniert mit einer einjährigen Einlagerung in getoasteten Barriquefässern verleiht dem Gold Ochsen Jahrgangsbier No. 5 ein Malzgerüst mit ausgeprägten Karamellaromen und einen vollmundigen, kräftigen Bierkörper. Ausgewählte Aromahopfensorten, die Vergärung mit einer feinen obergärigen Ale Hefe sorgen beim Finest Barrique Ale für ein beeindruckendes Aromenspektrum mit markanten Bananen-, Honig-, und Schokoladenaromen. Am besten zu genießen in einem bauchigen Glas bei 12 °C Trinktemperatur, dann entfaltet das Zusammenspiel von feinen Vanillenoten bis hin zu dezenten rauchigen Nuancen seinen vollen Charakter“, freut sich der 1. Braumeister Stephan Verdi.

Ein schmackhafter Begleiter für den Festschmaus

Das limitierte Finest Barrique Ale ist ein herrlicher Begleiter zu Rumpsteak und Rinderbraten, aber auch zu süßen Desserts wie Schokoladen- oder Nusstorte. Die süßlich-herben Geschmacksnoten entstehen also nicht etwa durch die Zugabe von Aromastoffen, sondern ausschließlich durch das Zusammenspiel ausgewählter Malz- und Hopfensorten sowie der speziellen Ale Hefe – handwerklich gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516.

Quelle: Brauerei Gold Ochsen

Belgische Bierspezialität von Welde: Jahrgangsbier 9. Edition

Die Braumanufaktur Welde ist erneut besonderen Hopfensorten und einem alten Bierstil auf der Spur. Die mittlerweile neunte Edition des Jahrgangsbiers aus der Plankstadter Brauerei ist eine klassisch-moderne Interpretation eines typischen, ursprünglich wallonischen „Saison”-Bieres. Nach einem Tag harter Arbeit war das selbstgebraute „Saison“ der perfekte Durstlöscher für die Feldarbeiter im französischsprachigen Teil Belgiens. Gebraut haben die Plankstadter Brauer um Braumeister Stephan Dück das helle, obergärige Bier mit Gersten- und Weizenmalz, und mit den beiden, für belgische Biere typischen, Aromahopfensorten „Golding“ und „Challenger“. Für eine weitere besondere Geschmacksintensität sorgt eine spezielle Bierhefe. Die moderne Interpretation des „Saison“ aus dem Hause Welde ist jetzt im Handel.

Das „Saison“ oder „Farmhouse Ale“, wie diese Bierspezialität auch genannt wird, war gegen Ende des vergangenen  Jahrhunderts nahezu ausgestorben. Der Name des Bieres leitet sich von seinen Herstellern ab: Die belgischen Feldarbeiter – die „Saisonniers“ – brauten in der weniger arbeitsreichen und kühlen Winterzeit ein helles Bier, um im Sommer eine gute bierige Erfrischung zu haben. Schließlich war „gekochtes“ Bier für Jahrhunderte auch in Europa im Gegensatz zum Wasser unbedenklich genießbar, weil Keime & Co. im Brauprozess abgetötet wurden. Die wallonischen Bauern nutzen außerdem den Treber – die festen Malzbestandteile, die beim Brauen zurückbleiben – als nährstoffreiches Winterfutter. Ursprünglich wurde das Bier stark gehopft, um es haltbarer zu machen. Für einen fruchtigeren, süßeren Geschmack gab man Gewürze und Honig dazu.

Auch die Hefe macht das Bier

Das Welde-„Saison“ komme ohne die Gabe von solchen Zusätzen aus, es erhalte sein außergewöhnliches Aroma aus den Hopfendolden, dem Gerstenmalz – aber auch aus der besonderen Hefe, erklärt Dück. Denn diese lange Zeit unbekannten einzelligen Lebewesen sind nicht nur für die alkoholische Gärung und die Entwicklung von Kohlensäure zuständig, sie sind auch wichtig für den Geschmack.

Das Vorhandensein von Hefe im Bier wurde bereits Ende des 17. Jahrhunderts mit der Entwicklung des Mikroskops nachgewiesen. Jedoch lagen ihre spezifischen Eigenschaften und ihr großer Einfluss auf Bier und andere Lebensmittel noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Dunklen. Deutsche und französische Wissenschaftler wiesen erst in den 1830er Jahren das Vorhandensein des „Zuckerpilzes“ nach. 1883 isolierte der Däne Emil Christian Hansen erstmals eine Hefezelle und züchtete die erste Reinkultur einer Bierhefe.

Hefe macht Craft

Erst seit rund 130 Jahren wird Hefe gezielt zur Gärung eingesetzt. Die unglaubliche Vielzahl ihrer Aromen macht die Hefe gerade in der Craft Beer Szene mittlerweile zu einem wichtigen Geschmacksgeber. Heute nutzen die Brauer auch diese für die alkoholische Gärung verantwortlichen, hochaktiven und komplexen Mikroorganismen, um unterschiedliche Geschmacksnoten im Zusammenspiel mit Hopfen, Malz und Wasser zu erreichen. Für die Aromen des jeweiligen Hefestammes sind Stoffwechselprodukte verantwortlich, die die Hefezellen während der alkoholischen Gärung freisetzen. Bekanntes Beispiel dafür ist der oft leicht bananige Geschmack von Hefeweizen: er beruht auf der obergärigen Hefe.

Für das neue Jahrgangsbier nutzten die Welde-Brauer die für belgische Biere typische „Saison-Hefe French Style“. Seinen trockenen Körper erhalte das Bier ebenso wie seine Spritzigkeit von dieser speziellen Hefe, erklärt Welde-Braumeister Dück. Die Hefe habe, einfach ausgedrückt, einen besonders großen Hunger und vergäre jedes Zuckermolekül, das sie finden könne – mit der Folge, dass das Bier trocken sei und einen höheren Alkoholgehalt von sieben bis acht Prozent Volumenalkohol aufweise, so Dück weiter. Auch für den typischen zart-pfeffrigen Geruch der Bierspezialität sei die Hefe maßgeblich verantwortlich.

Eine neue Biererfahrung

„Ich habe mit unserem neuen Jahrgangsbier tatsächlich das erste Mal ein ‚Saison‘ probiert. Das Bier bekommt durch die Hefe einen ganz eigenen Geschmack. Für mich eine tolle neue Biererfahrung“, berichtet Welde-Chef Hans Spielmann. Sohn Max Spielmann, seit April im Unternehmen, hat ein besonderes Faible für alte Biersorten und probierte im vergangenen Jahr ein „Saison“ in Belgien. Er war so begeistert davon, dass er Stephan Dück vorschlug, den selten gebrauten Bierstil mit dem charakteristischen Hefeprofil bei Welde zu brauen. Das passte gut, denn Dück hatte bei seiner jährlichen Hopfensuche bereits die Hopfensorten „Golding“ und „Challenge“ im Auge, die im Westen Flanderns angebaut werden. So konnte zusammen kommen, was zusammen gehört – und das belgische „Saison“ Einzug in die Kurpfalz halten. Auch Braumeister Dück ist begeistert vom Ergebnis: „Das ist ein trockenes Bier geworden, mit einer ganz feinen Süße, schlank und mit viel Charakter“, beschreibt der Biersommelier die neue Bierkreation aus dem Hause Welde. Er sei sicher, dass er mit dem neuen Jahrgangsbier, dem viele Wochen kältegreiften Resultat seines Ausflugs in die faszinierende Bierkultur unseres Nachbarlandes, die Biergenießer in der Region erfreue.

Info: Welde Jahrgangsbier 9. Edition, Belgien

Mit belgischem Hopfen „Challenger“ und „Golding“, Saisonhefe „French Style“ und Gersten- und Weizenmalz. Vol.Alc. 7,8%; IBU 35. 0,75l Champagnerflasche, 1,5l Magnum-Flasche im Geschenkkarton. Ab sofort verfügbar im gut sortierten Getränkehandel oder im Onlineshop auf shop.welde.de.

 

Quelle/Bildquelle: Weldebräu

Brausilvester: Der Jahreswechsel der Brauer am 30. September

Am 30. September endet nach altem Brauch das Brauwirtschaftsjahr. Einige Brauereien (u.a. in Baden-Württemberg) arbeiten noch heute nach ihm und schließen ihr Geschäftsjahr nicht wie üblich zum 31. Dezember, sondern zum 30. September ab. Aus diesem Grund feiern Brauer und Wirte nicht nur in Baden-Württemberg sondern auch anderen Regionen und Ländern in diesen Tagen wieder das Brausilvester.

Der Ursprung des Braujahres und die damit verbundene Abweichung zu unserem heute verwendeten Kalenderjahr stammt bereits aus dem Mittelalter. Vor vielen einhundert Jahren bedeuteten die warmen Sommermonate für die Brauer etwas, das heute unbegreiflich wäre: ein Herstellungsverbot für Bier. „Als es noch keine Geräte zur Kühlung gab, durfte ausschließlich in den kalten Monaten des Jahres, von Michaeli, also vom 29. September bis Georgi am 23. April, gebraut werden“, erklärt der Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Brauerbundes, Hans-Walter Janitz. Im restlichen Jahr hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. „Damit die Brauer ihren goldenen Hopfentrunk auch im Sommer anbieten konnten, wurden die letzten Biere mit einer höheren Stammwürze- und höherem Alkoholgehalt eingebraut. So hielten sie länger und stellten die Bierversorgung für die warmen Monate sicher“, so Janitz. Im Oktober konnte dann, dank den frisch geernteten Rohstoffen Hopfen und Malz, wieder mit dem Bierbrauen begonnen werden.

Das sommerliche Brauverbot wurde im 19. Jahrhundert mit der Erfindung der Kältemaschine und die damit funktionierende Kühlung der Biere aufgehoben. Was jedoch als Andenken an die vergangene Zeit geblieben ist, sind die Feierlichkeiten zum Start in das neue Braujahr. Das Brausilvester hat sich im Lauf der Jahrhunderte zum liebgewonnen Erntedank-Brauchtum entwickelt. Zudem möchten die Brauer den Bierfreunden heute mit dem bierigen Freudenfest die Naturnähe und Naturabhängigkeit des Produktes von den Rohstoffen bewusst machen.

 

Quelle: Baden-Württembergischer Brauerbund e.V.

Distelhäuser Black Pearl Classic Porter

Die Distelhäuser Brauerei aus Tauberbischofsheim hat neben einigen traditionellen Bieren auch seit einiger Zeit ein paar „Craft Biere“ im Sortiment. Eins davon ist das Distelhäuser Black Pearl Classic Porter.

Laut Brauerei soll es sich hierbei um ein „ samtweiches Classic Porter mit komplexen Schoko- und Kaffeearomen” handeln. Die “Single-Hop-Bierspezialität ist cremig im Trunk und überrascht mit dezenter Hopfenbittere.” Na dann, lasst uns die Flasche öffnen.

Im Glas, wie sollte es auch anders sein, ein schwarzes, blickdichtes Bier mit beigem Schaum. Es riecht nach Röstaromen, etwas Kaffee und Schokolade.

Im Mund dann nicht so viele Röstaromen wie in der Nase, dafür mehr Karamell. Das Porter hat eine eher geringere Kohlensäure und einen runden Körper. Im Abgang kommt sogar noch etwas Hopfen hervor.

Insgesamt ein stimmiges Bier, welches nicht nur den Dunkelbierfreunden gefallen sollte.

Bier Info Distelhäuser Black Pearl Classic Porter

  • Farbe: kräftiges Schwarz
  • Trinktemperatur: 8-10 Grad
  • Verwendete Malzsorten: Pilsner Malz, Münchner Malz, Caramel Malz und Hafermalz
  • Verwendete Hopfensorte: Golding
  • Produkteigenschaften: Stammwürze: 15 °P
  • Alkoholgehalt: 6,6 % vol
  • Bittereinheiten: 28
  • Brennwert: 57 kcal/239 kJ pro 100 ml
  • Verwendete Rohstoffe: Brauwasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe
  • Brauart: obergärig

Website: distelhaeuser.de

Maisel & Friends – Citrilla Weizen IPA

Neben dem Maisel & Friends IPA gibt es gleich eine weitere Bierneuheit aus Bayreuth: Das Maisel & Friends Citrilla. Genau genommen ist das Bier selbst nicht neu, es gab schon zweimal dieses Bier als Sonderabfüllung in der 0.75 Flasche. Was jedoch neu ist: Es gibt das Maisel & Friends Citrilla nun dauerhaft in der 0.33l Flaschen deutschlandweit zu kaufen.

Dabei leistet das Maisel & Friends Citrilla dem schon seit längerem auf dem Markt bestehenden Maisel & Friends Pale Ale und dem ebenfalls neuen Maisel & Friends IPA Gesellschaft und bildet die Maisel & Friends Session Serie.

Die Flasche ist schick gestaltet und lässt auf den ersten Blick nicht erahnen, dass es sich bei diesem Bier um etwas Besonders handelt. Das Maisel & Friends Citrilla ist nämlich ein Wheat Ale IPA, also ein Weizenbier welches mit Hopfen gebraut wurde wie man sonst nur von IPAs kennt. Das Bier gab es bereits 2014 als ein Colaborationbrew mit der Ratsherren Brauerei aus Hamburg. Da diese Version jedoch so schnell ausverkauft war, brachte Maisel & Friends 2015 nochmal als eine Sonderedition in der 0.75l Flasche heraus. Auch dieser Sud war schnell vergriffen. Nun ist das Citrilla also dauerhaft in der praktischen 0.33l Flasche erhältlich.

Das Bier ist trüb und ist leuchtend orange. Das verspricht rein optisch schon mal einen vollen Geschmack und erinnert (wie soll es auch anders sein) an ein Weizenbier. Riecht man am Bier, spiegelt sich auch hier anfangs das typisch-hefige Bananenaroma wieder, welches man von Weißbieren kennt. Doch dieses Bier riecht viel fruchtiger also normale Weißbiere, denn neben Banane kann man auch deutlich Geruchsnoten die an Maracuja und Zitrusfrüchte erinnern erkennen.

Dieser Mix aus Weißbier und India Pale Ale findet man auch im Geschmack wieder. Das Bier ist vollmundig, süffig und erfrischend wie ein Weizenbier und gleichzeitig fruchtig mit tollen tropischen Fruchtaromen. Der Hopfen macht hier tolle Arbeit! Auch etwas Bittere bleibt vom Hopfen übrig, jedoch deutlich weniger als man von einem klassischen IPA erwarten würde.

Fazit: Ein tolles Bier! Persönlich finde ich den Mix aus Weißbier und India Pale Ale eine tolle Sache. Jedoch ist mit Mix der Bierstil-Mix gemeint, das Bier an sich ist weder gemixt noch irgendwie durch künstliche Zusätze versehen. Alles was man hier sieht, riecht und schmeckt ist allein durch Gersten- und Weizenmalz, Wasser, Hefen und Hopfen gemacht. Ein tolles Beispiel was man mit Braukunst und Kreativität machen kann!

 

Bier Info Maisel & Friends Citrilla

  • Stammwürze: 13,8 °P
  • Alkoholgehalt: 6,0 % vol
  • Bittereinheiten: 37 IBU
  • Gärung: Obergärig
  • Zutaten: Wasser, Weizen– und Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
  • Hopfenarten: Herkules, Citra, Amarillo
  • Malzarten: Feinste Auslese aus Weizen-, Gersten- und Spezialmalzen
  • Hefearten: obergärige Maisel’s Weisse Hefe aus eigener Reinzucht

Website: maiselandfriends.com